Trauer anzeigen

Es kommt der Moment...

Es kommt der Moment, da muss man Bekannte und Verwandte über den Trauerfall informieren. Die wichtigsten Angehörigen erfahren sicher recht schnell telefonisch vom Trauerfall. Aber sowohl die weitere Verwandtschaft als auch der enge Freundeskreis muss rechtzeitig benachrichtigt werden, damit ein Teilnehmen an der Trauerfeier ermöglich werden kann.

Bewährt hat sich hier ein zweigleisiges Prinzip: Wichtige Menschen aus dem Adressbuch des Verstorbenen werden mit einem Brief, eher mit einer Klappkarte, postalisch informiert und zur Trauerfeier eingeladen. Für den weiteren Bekanntenkreis wird eine Traueranzeige in der Tageszeitung geschaltet, in der ebenso zur Trauerfeier eingeladen werden kann.

Nach der Beerdigung sollte man sich Zeit nehmen und Dankeskarten verschicken oder eine Danksagung veröffentlichen.

Erinnerungsstücke

Der Fingerabdruck, Die Totenmaske, Die Haarlocke

Der Verstorbene ist zuerst und am allerbesten im Herzen aufgehoben. Aber es gibt wunderbare Möglichkeiten, auch materiell mit dem Verstorbenen in Verbindung zu bleiben.

Im gemeinsamen Beratungsgespräch geben wir Ihnen auch für die Erinnerung lange nach der Bestattung viele Tipps und Hinweise. An dieser Stelle nur ein paar ausgewählte Stichworte, wie diese besondere Erinnerung aussehen könnte…

Der Fingerabdruck – Einzigartige Schmuckstücke

In kleiner komprimierter Form, hinterlässt jeder Mensch mit der Einmaligkeit seines Fingerabdruckes Ewigkeitsspuren.

Wertvolles bewahren – Wertvolles schaffen…

Mit einer speziellen Abformmasse können die einzigartigen Linien und Formen einer Fingerkuppe dreidimensional abgenommen werden. Dieses Unikat wird in sensibler Handarbeit gefertigt. Es entstehen schöne Anhänger für Ketten und Bänder.

Die Totenmaske – Das ruhende Gesicht für die Nachwelt

Der unwiederbringliche Augenblick des Todes wird für immer festgehalten. Der Verstorbene lässt uns teilhaben am letzten Augenblick seines Lebens.

Das Negativ der Maske wird nach dem Eintritt des Todes vom Gesicht mit Gips abgenommen. Dieses Verfahren verletzt das Gesicht nicht und hinterlässt keine Gipsreste.

Beim Herstellen des Positives der Maske geht dann das Negativ verloren. Es entsteht ein Unikat/Original des Abbildes vom Verstorbenen.

Die Haarlocke – Kleine Idee – große Wirkung

Was einem unter Liebenden immer wieder begegnet, gilt auch über den Tod hinaus: Eine Haarlocke ist eine sehr persönliche Erinnerung an einen geliebten Menschen…

Aufbewahrt werden kann diese in einer hübschen Schatulle oder einer Miniurne.

Knigge für den Trauerfall

Nicht kondolieren ist wie einfach nicht mehr grüßen

Immer wieder stellt sich die Frage, wenn wir vom Tod einer uns mehr oder weniger nahe-stehenden Person erfahren, wie trete ich den engsten Angehörigen gegenüber auf.

Folgen Sie Ihrem Gefühl, ehrlich und ohne Scheu. Setzen Sie nicht auf altmodische Floskeln wie “ das wird schon wieder…“, „ das Leben geht weiter…“. Wenn Ihnen die richtigen Worte fehlen – mit einem stillen Händedruck oder einer sanften Umarmung können Sie Ihr Mitgefühl oft weitaus besser zum Ausdruck bringen.

Aber es gilt: Nicht kondolieren ist wie einfach nicht mehr grüßen!

Sprechen Sie Ihr Mitgefühl den Angehörigen aus. Eine hübsche Karte mit persönlichen Worten, ein Hilfsangebot, Hauptsache es ist ehrlich gemeint. Die Hinterbliebenen können ungestört lesen, wann immer es ihnen recht ist. Ein Telefonat sollte man wirklich nur innerhalb der Familie führen, es sein denn, es ist gewünscht.

Besuchen Sie die Trauernden zu Hause, nehmen Sie Blumen mit. Ein kleiner Blumengruß bedeutet Leben und Hoffnung, Blumen trösten.

Achten Sie auf angemessene Kleidung und seien Sie aufmerksam, was den Moment betrifft an dem man wieder gehen sollte.

Die Beerdigung

Wenn eine Anzeige in der Zeitung mit Bekanntgabe des Termins erscheint, so gilt diese als Einladung zur Feier. Ist das nicht der Fall und auch sonst kommt keine Nachricht von der Familie, dann ist ein Erscheinen zur Abschiedsfeier nicht gewünscht. Bitte respektieren Sie das!

Auf dem letzten gemeinsamen Weg gilt es, sich dezent und fein zu kleiden. Es muss nicht der schwarze Anzug sein, aber auch nicht Turnschuhe und Jeans. Der Abschied ist eine Feierlichkeit, treten sie respektvoll auf. Halten Sie sich zurück und folgen Sie den Gegebenheiten vor Ort. Jede Feier ist anders, im Mittelpunkt stehen nur die Wünsche des Verstorbenen und der Hinterbliebenen.

Wenn ein Kondolenzbuch ausliegt, tragen Sie sich ein. Offiziell mit lesbarem Namen, gern auch mit lieben Worten. Das Buch dient den Angehörigen bei der späteren Danksagung als Anwesenheitsliste. Geben Sie die Karten nie direkt den Angehörigen, dies stellt eine zusätzliche Belastung dar. Wir als Begleiter der Feier nehmen Ihnen diese ab. Ob Kinder an der Trauerfeier teilnehmen dürfen, entscheiden die Eltern. Auch wenn es traurig für sie ist, es ist leichter dabei zu sein, als ausgeschlossen zu werden.

Zur Trauerfeier sollten Sie pünktlich erscheinen (ca. 15 Minuten vor Beginn). Wenn Sie in die Kirche/Feierhalle gebeten werden, lassen Sie den direkten Angehörigen den Vortritt, folgen Sie in angemessenen Abstand; gleiches gilt auch, wenn der Sarg/die Urne aus der Feierhalle/Kirche zum Grab getragen wird.  Während der Trauerfeier, auf dem Weg zum Grab und während der Bestattungszeremonie sollten Sie schweigen. Wünschen die Angehörigen, dass am Grab von Beileidsbezeugungen Abstand genommen wird, so ist dies unbedingt zu respektieren. Nachdem die Familie/direkten Angehörigen am offenen Grab Abschied vom Verstorbenen genommen haben, treten als nächstes Freunde und Bekannte ans Grab. Es ist üblich, einen Augenblick inne zuhalten und ggf. Blumen, Blütenblätter oder eine kl. Schaufel Erde ins offene Grab zu streuen. An einem Leichenschmaus nach der Feier nimmt man NUR auf persönliche Einladung hin teil. Dies kann vorher per Karte, in der Anzeige, durch den Redner oder persönlich erfolgen.

Die Zeit danach

Bis zur Beerdigung haben die Angehörigen alle Hände voll zu tun, sind beschäftigt und werden auch oft von allen Seiten betreut. Und dann? Oft kommt dann die Zeit der Leere, eine stille Zeit. Das schwere, erste Jahr allein beginnt. Alles ist neu. Trauern braucht Zeit.

Erwarten Sie nicht, dass der Trauernde schon bald wieder „funktioniert“. Seien Sie für ihn da und hören Sie zu, wenn er über den Verlust sprechen möchte. Der Schmerz ist für den Trauernden wie ein kostbarer Schatz, denn er stellt die Verbindung zum Verstorbenen her. Hier können Sie als Freund eine wirkliche Hilfe sein.